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Feldpostbriefe unseres Großvaters, 1917, 3.13

30.11.1917
Les Rues des Vignes, Frankreich, Frankreich
Telegramm mit der Nachricht vom Tod Paul Diekmanns 2. Dezember 1917

Schlusswort

Dies war der letzte Brief unseres am 30. November 1917 bei Cambrai gefallenen Großvaters an seine Frau. Sie erhielt ihn am 5. Dezember 1917.

Am 3. Dezember war ihr ein Telegramm zugestellt worden: "Ltn. Diekmann den Heldenkampf gefallen."

Am 4. Dezember schrieb sie in das Tagebuch für ihre Kinder: "Nun ist das Furchtbare über uns hereingebrochen. Die liebe, treue Hand des guten Vaters schreibt Euch keine Zeilen mehr..."

Am 22. Dezember schrieb Feldwebel Rose (Kompanie unseres Großvaters) an Leutnant Rudolf Diekmann, den Bruder ihres Mannes, der auch an der Front eingesetzt war:

"Am 30.11. morgens war der große Sturm: den ganzen Tag habe ich mich erkundigt nach der Kompanie. Es kamen einige verwundete durch, die sagten alle das Herr Leutn noch gesund wäre. Bis des Abends als ich zum Batl. kam. Wurde es mir gesagt, das Herr Leutn gefallen sein sollte. Was ich nicht erst glauben konnte. Bis des Nachts ein Verwundeter von der Kompanie kam, und brachte mir die Nachricht. Ich dachte Ich hätte zuviel bekommen, so eine traurige Nachricht zu erhalten. Des andern morgen bin ich dann mit dem Wagen hingefahren, Und habe seine Leiche geholt. Er war schwer getroffen der Schuß war in die rechte Achselhöhle rein gedrungen bis in die Brust..."

Am 27. Dezember erhielt die Witwe einen Brief, und zwar geschrieben im Auftrage des Hauptmanns Kuhne:

 

"... Dann ging er wieder zu seinen Leuten zurück und erhielt, als er sich ein Bild von der Lage machen wollte, einen Kopfschuß. Ich kann Ihnen, werte Frau Diekmann, die Versicherung geben, daß Ihr Mann vollkommen schmerzlos verschieden ist. Er hat nichts von dem Schuß gemerkt. Dieselben freudigen Züge, wie wir sie den ganzen Morgen sahen, wenn er bei uns war, dieselben Züge lagen auch nach dem Tode auf seinem Antlitz. Ein schmerzloser, seliger Tod."

23.03.2013 в 22:10


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