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Kleidung in den 1950er Jahren

09.06.1958
Berlin, Deutschland, Deutschland

Die Bekleidung in den 1950er Jahren ist nicht nur aus heutiger Sicht ein eher trauriges Kapitel. Allerdings war sie – wie auf dem Foto aus dem Jahr 1958 zu sehen – bis auf die gedeckten Farben nicht ganz so uniform, wie häufig beschrieben. Sandalen oder billige Turnschuhe, Kniestrümpfe oder Socken und kurze Stoffhosen waren eher den Jungen aus schlechter gestellten Familien vorbehalten. Viele hatten dagegen kurze Lederhosen oder lange Hosen, Strickjacken oder Jacketts an, wenn die Zusammenstellung häufig auch immer dieselbe blieb. Einer aus unserer Klasse trug oft einen Trainingsanzug; diese Bekleidung war nicht besonders beliebt, weil die Hosen an den Knien und am Hinterteil mit der Zeit furchtbar ausbeulten. Die später so populären Jeans waren noch nicht verbreitet, es gab aber in unserer Klasse einen Glücklichen, der Verwandte in den USA hatte. Ich habe mir meine ersten Jeans um das Jahr 1960 für 30,- DM in der „Ski-Hütte“, einem Laden nahe dem Bahnhof Zoo [in Berlin] gekauft.
Eine große Rolle spielte zu unserer Zeit noch der „Sonntagsstaat“, also die Kleidung die man an Sonn- und Feiertagen, bei Familienfeiern sowie bei besonderen Anlässen wie Theatervorstellungen und Konzerten anzog. Ich ging zum ersten Mal in „Schlips und Kragen“, mit Sakko und passender Hose, anlässlich meiner Jugendweihe. Meinen ersten Anzug haben meine Mutter und ich bei einem Herrenausstatter am Kottbusser Damm gekauft, der bekannt war für seine „Maßkonfektion“, die zwei Anproben einschloss. Das Ergebnis war jedoch aus meiner Sicht trotz der Berücksichtigung der individuellen Maße nicht gerade berauschend, und ich bin mit dem vermurksten Teil nie richtig glücklich geworden.

27.02.2013 в 13:03
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